Dienstag, 15. Januar 2019

Englisch als Amtssprache in Deutschland


Bei uns sollten alle Warnlampen angehen, wenn wir hören, dass deutsche Politiker schon mehrfach ernsthaft gefordert haben, Englisch als zweite Amtssprache in Deutschland einzuführen. Begründung: Deutschland würde attraktiver für die ach so dringend benötigten qualifizierten Arbeitskräfte. Das forderte unter anderen ein ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs, der selbst ständig durch seine äußerst fragwürdige Beherrschung der englischen Sprache von sich reden macht.
Wirtschaftliche Scheingründe für die Vernachlässigung der Sprache vorzuführen ist schon dreist. Wenn dem nicht entschieden widersprochen wird, kann damit letztlich großer Schaden angerichtet werden, ohne dass die vermeintlichen Ziele damit je erreicht würden.

Wer in England, Frankreich, den USA oder Spanien würde etwas Ähnliches fordern, auch wenn mehrere Millionen Deutsche dort leben oder angelockt werden sollten? Von Leuten, die so argumentieren, darf man natürlich die Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache auf keinen Fall überlassen. Aber wo sind die Gegenpole? Haben sich nicht maßgebliche Politiker verweigert, als es z.B. darum ging, die deutsche Sprache im Grundgesetz zu verankern, wie es in vielen Ländern für deren Landessprache(n) selbstverständlich ist? Geben wir nicht Unsummen für zweifelhafte Projekte aus, während uns unsere Sprache und Kultur möglichst wenig kosten darf?

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